In unserer Werkstatt führen wir Reparaturen und Dienstleistungen durch:

Tubes / Röhrentechnik

Tubes / Röhrentechnik

Gitarrenverstärker

Bassverstärker

Mikrofone und Netzteile

Studio Equipment

Solid State / Transistor

Solid State / Transistor

Instrumentenverstärker

Mischpulte

Endstufen

Effektgeräte

Tonstudiotechnik

Keyboard / Recording

Keyboard / Recording

Keyboards

Synthesizer analog und digital

Soundmodule

Interfaces

HIFI Komponenten

HIFI Komponenten

Tonbandgeräte und Bandmaschinen

Plattenspieler

HiFi Komponenten

Lautsprecher

Sollte eine von Ihnen gewünschte Dienstleistung hier nicht aufgeführt sein, halten Sie einfach Rücksprache mit unserem Service Team. Wir freuen uns auf Sie!

Ihre Ansprechpartner

Michael Krzizek
``Kritzekick``

Michael Krzizek

  • Spezialist für Tonstudiotechnik
  • ca 15 Jahre Berufserfahrung in der Reparatur und Modifikation von Röhrentechnik
  • Reparatur und Restauration von Analog Synthesizern

Michael Schmidt
Michael

Michael Schmidt

  • HF- und Antennentechnik
  • Home Entertainment
  • Kabelanlagen, Satellit
  • Solid State und Hifi

Stephan Lewandowsky
``Rentner`` Stephan

Stephan Lewandowsky

  • Spezialist für Transistortechnik
  • gefühlte 100 Jahre Berufserfahrung
  • spezialisiert auf HIFI, Solid State und Tube
  • ist mit jeder Bandmaschinen per DU
  • Endstufen, Mischpulte

Sie erreichen uns werktags in der Zeit von 8:00 – 17:00 unter +49 (0) 39002 45354 oder via Email service@nordsound.de oder benutzen Sie unser Kontaktformular.





Kostenvoranschläge

Da die Erstellung eines reinen Kostenvoranschlages auch Zeit beansprucht und oftmals auch schon die Fehlersuche beinhaltet, berechnen wir folgende Sätze:

  • Tasteninstrumente 25,-€
  • Röhrengeräte 20,-€
  • Solid State Geräte 25,-€
  • Hifi Komponenten 20,-€

Alle Preise verstehen sich zuzüglich 19% Mehrwertsteuer. Die Kosten für den Voranschlag werden bei einer Beauftragung natürlich wieder verrechnet.

Hinweis: Ein Kostenvoranschlag ist eine Schätzung. Die endgültigen Kosten können um bis zu 15% abweichen. Sollte sich während einer Reparatur herausstellen, dass die endgültigen Kosten außerhalb dieses Toleranzbereiches verändern, informieren wir Sie natürlich und halten mit Ihnen Rücksprache zur weiteren Vorgehensweise.

So finden Sie uns

Interview mit Kritzekick

Wie war dein Werdegang?

In den 90ern habe ich Radio- und Fernsehtechniker gelernt, danach hab ich noch eine Ausbildung zum Tontechniker bei SAE in Köln absolviert. Gearbeitet habe ich dann eine Weile in einem professionellen Studio und schlussendlich habe ich dort entschieden “Warum nicht was machen, was kaum einer kann, aber alle brauchen?” So bin ich zu meinem aktuellen Beruf gekommen und kümmere mich seit mittlerweile 10 Jahren um die Reparatur von Musik- und Studioequipment.

Was machst du bei Nordsound?

Ich kümmere mich sowohl um die hausinterne Technikreparatur und -pflege und warte die Geräte, wie zum Beispiel unser großes Studiomischpult. Und dann repariere und restauriere ich eben das, was die Kunden uns bringen:
Verstärker, Synthesizer und Keyboards, Studiooutboardgeräte wie Equalizer und Kompressoren – ob analog oder digital spielt dabei erstmal keine Rolle.

Wie ist eure Werkstatt aufgebaut?

Wir sind 3 Mitarbeiter. Meine beiden Kollegen kümmern sich vor allem um HiFi- und Fernsehanlagen und meine Spezialisierung ist eben auf Geräte für Musiker. Bei größeren Projekte können wir uns also super ergänzen und tüfteln auch mal gemeinsam an Problemen.

Was bietet ihr als Leistungen an?

In erster Linie reparieren wir defekte Geräte. Angefangen bei der Fehlersuche mit Messgeräten, Oszilloskopen und Multimeter müssen wir auch die Funktionsweise analysieren und die Schaltungen verstehen. Wenn die Fehlerquelle erkannt wurde, dann können wir das defekte Teil ersetzen. Die Arbeit mit dem Lötkolben ist dabei unerlässlich, aber das wichtigste Instrument ist und bleibt der Kopf. Röhren, Kondensatoren, Tasten, Drehregler, Lautsprecher und Kabeldraht, wir finden den Fehler und restaurieren auch alte Geräte.

Außerdem modifizieren und verbessern wir Geräte und Instrumente, wenn zum Beispiel bestimmte Soundvorstellungen oder Funktionsergänzungen gewünscht sind.

Wir schrauben, löten, kombinieren, messen und tauschen aus, zerlegen und bauen danach alles wieder zusammen.

Was sind besondere Herausforderungen bei der Reparatur?

Bei Vintage-Geräten sind originale Ersatzteile meist schwer zu bekommen, aber alle heutigen modernen Elektroteile sind meistens sogar effizienter und langlebiger hergestellt. Wenn Platinen kaputt sind ist das schon eine üble Sache, aber zur Not kann man noch selber eine ätzen. Machen kann man alles irgendwie, aber ob am Ende der Kosten-Nutzen-Faktor stimmt, sollte immer berücksichtigt werden.

Was bedeutet Recap?

In fast allen Geräten sind Elektrolyt-Kondensatoren, kurz Elkos. Das Elektrolyt ist eine leitende Flüssigkeit, die mit der Zeit verdunstet und dann zu Fehlern im Gerät führt. Recap meint schlichtweg den Wechsel oder Austausch der Kondensatoren, also die Alten raus und Neue rein. Das sollte man mindestens schon alle 20 Jahre mal machen, da die Elkos eine eben diese Alterungserscheinungen haben. Dann klingt beispielsweise der Verstärker etwas kaputt und hat eine seltsame Verzerrung. Ganz selten hat das sogar Charme und ist sogar vom Musiker so gewollt.

Was bedeutet Restauration bei Musik- und Studioequipment?

Die Restauration von Geräten bezieht sich vor allem auf die Erneuerung der integrierten Elektronik. Meistens sind es Pulte und alte Outboardgeräte, wie Kompressoren oder Equalizer. Oft müssen Fassungen integrierter Chips bei Synthesizern getauscht werden oder Röhrenfassungen bei analogen Verstärkern. Potentiometer, also die Drehregler gehen oft durch Innenoxidation kaputt oder brechen ab. Wir versuchen bei einer Restauration das Gerät so aufzuarbeiten, dass es so neuwertig und original bleibt wie möglich.

Was ist das besondere an Röhrentechnik?

Röhren haben andere Eigenschaften als ein Halbleiter. Röhren tun von Natur aus Dinge, die man im Digitalen mit Hilfe von Transistortechnik versucht zu imitieren. Der typische Röhrensound wird oft als runder und voller empfunden als bei Transistoren. Röhren sind aber technisch unvollkommen und besitzen eine gewisse Trägheit, wenn sie auf Signale reagieren sollen. Dadurch entstehen beispielsweise harmonische Verzerrungen oder weichere Kompressionen, die letzten Endes den einzigartigen Sound von Röhrenverstärkern produzieren. Hätte die Transistortechnik es geschafft Röhrensounds zu imitieren, dann gäbe es auch nichts anderes mehr. Aber nichts kann eine Röhre wirklich nachmachen. Es ist eigentlich ganz simple Technik, ein paar Röhren, eine handvoll Kondensatoren und Widerstände. Ich glaube, dass die Technikumsetzung dem natürlichen Hörempfinden sehr nahe kommt. Viele Geräte wurden entwickelt, so dass sie cool klingen. Es wurde wenig dafür gemessen, sondern einfach ausprobiert. Aber auch die Solid State und Transistortechnik bietet große Vorteile und unendliche Möglichkeiten für komplexe Schaltungen in Musik- und Studiogeräten. Sie reduzieren das Gewicht und reagieren nicht so empfindlich auf Temperaturen. Sie benötigen eine geringere Spannung als Röhren, wodurch ja auch erst die Mikroelektronik mit integrierten Schaltkreisen möglich wird, sprich chipgesteuertes, digitales Soundmodeling und Effektsimulation.

Was ist bei Röhrentechnik zu beachten?

Röhren sind nicht so empfindlich wie viele meinen, aber man sollte sein Equipment sowieso vernünftig behandeln. Man sollte Röhren zwar vor Erschütterung bewahren, aber das immer noch größte Risiko für Röhren sind schnelle und extreme Temperaturschwankungen. zum Beispiel bei einem Gig im Winter, wenn das “heiße” Gerät direkt von der Bühne in das super kalte Auto verstaut wird. Das plötzliche Runterkühlen der Röhre ist das Schlimmste was passieren kann und wodurch die Lebensdauer akut verkürzt wird.
Röhren sind elektrisch trotzdem sehr robust. Beim Transistor kann es einfach mal so kaputt gehen. Bei einer Röhre gibt es vorher immer Anzeichen für Defekte. Manchmal verursachen defekte Einzelteile, dass nach und nach andere Teile darunter leiden bis am Ende auch die Röhren betroffen sind.

Wann muss ich mit einem Gerät zur Werkstatt?

Am besten immer, wenn etwas komisch erscheint oder sich ungewohnt anhört. So bald etwas anfängt zu brummen oder nicht mehr so funktioniert wie bisher, dann sollte man das Gerät mal durchchecken lassen. Selbstverständlich sollte man spätestens dann eine Werkstatt aufsuchen, wenn das Gerät schlichtweg nicht mehr funktioniert.

Was macht dir am meisten Spaß?

Ganz generell mag ich es, wenn Dinge wieder funktionieren, die vorher nicht funktioniert haben. Ich habe mich auch schon mit vielen alten und “berühmten” Apparaten beschäftigt und wenn hinterher das Instrument oder der Verstärker wieder funktioniert und alles wieder richtig geil klingt, dann ist das einfach ein schönes Gefühl und dann freut man sich. Es ist super interessant alte Schaltpläne von zum Beispiel Vintage-Technik zu lesen und die alte Technik kennenzulernen und zu analysieren. Wenn man sich mit der Historie der Geräte beschäftigt und die Manipulationen und Lösungen der Hersteller entdeckt damit ihre Geräte  effizient und dabei so günstig wie möglich für den Verbraucher machen, dann ist auch noch der Lern- und Unterhaltungseffekt immens.

Was reparierst du besonders gern?

Ich mag die Geräte alle eigentlich. Analoge Synthis machen immer Spaß und sich anzugucken wie sie funktionieren. Bei Gitarrenamps geht es am schnellsten und einfachsten, weil sie im Grunde alle gleich aufgebaut sind. An Synthis kann man sein Leben lang rumschrauben und es gibt immer wieder was zu entdecken.

Bei welchen Geräten hast du Fingerkribbeln oder bist besonders aufgeregt?

Früher war ich schon ein bisschen aufgeregt, wenn ich an besonders alten, seltenen und somit auch sensiblen Geräten arbeiten sollte. Die Aufregung habe ich abgelegt, als ich erkannt habe, dass man sich damit selbst im Weg steht. Man verkennt, wo das eigentliche Problem liegt und traut sich nicht richtig, etwas zu verändern. Aber wenn man es genau nimmt, ist es bloß eine handvoll Elektroschrott, die man wieder zum laufen kriegen möchte.

Wie wichtig ist guter Service für die Vorbereitung zur Studioarbeit?

Das ist schon sehr wichtig, klar. A) wenn man öfter im Studio ist und was aufnehmen will, muss man sich auf sein Equipment zu 100% verlassen können. Wenn alles funktioniert, kann man damit gut und zuversichtlich arbeiten. Aber wenn nicht, dann hat man nur technische Probleme, was wertvolle Studiozeit und am Ende Geld und Nerven kostet.

Ich habe ein Problem mit meinem Gerät. Wie formulier ich am besten mein Anliegen?

So viele Infos wie möglich mitgeben: Wie alt ist das Gerät, wie Lange hat man es schon in Benutzung und wo wurde es gekauft? War das Gerät vorher schon in Reparatur? Was sind die Symptome des Problems? Oft kennt man die Geräte und deren häufigsten Probleme schon. Viele Sachen hört man bei der ersten Begutachtung schon raus, da profitiert man vom eigenen Know-How und der Erfahrung der Kollegen. Es kommt aber auch immer auf das individuelle Problem an und wie das Gerät im kreativen Einsatz benutzt werden soll.

 

Bei geplanten Modifizierungen hilft es immer, wenn der Kunde schon konkrete Soundvorstellungen mitbringt, dann kann man schon gewisse Empfehlungen aussprechen. Außerdem fragen wir ja auch beim Kunden nach und treten mit ihm in den Dialog.